Ausstellung "Couture auf sowjetisch"

12. März 2015 - 02. April 2015

AUSSTELLUNG

Kuratoren: Ewgenija Hartleben-Kurakina und Annette Hofmann

«Couture auf sowjetisch"

Modefotografie 1960/1970er Jahre - Privatsammlung Ewgenija Hartleben-Kurakina

Couture.Collection by Aleksandra Stepcenko, Stefan Sommer, Aleftina Karasyova

Vernissage: 12.03.2015, 19 Uhr


Öffnungszeiten der Ausstellung:
12.03. bis 2.04.2015
Ausstellungssaal 6


Die Exposition "Couture auf sowjetisch" ist ein Gemeinschaftsprojekt.
Ewgenija Hartleben-Kurakina, eines der begehrtesten Mannequins ihrer Zeit in Leningrad, präsentiert schwarz/weiß-Modefotografie aus ihrer einzigartigen Privatsammlung, fotografiert u.a. von Peter Segal, dem damals wohl bekanntesten Fotografen der Stadt.
Drei Berliner Designer präsentieren Modelle ihrer neuen Kollektion 2015.

Zwei Zeitepochen, zwei geografisch verschiedene Orte treffen aufeinander.
Berlin 2015 korrespondiert mit den 60/70er Jahren in Leningrad.
Drei Designer aus Berlin suchen die Verbindung zur Mode im Leningrad der Sowjetunion.
Der Geist der Zeit weht förmlich wie der Wind der Stadt am Meer durch die Kreationen von Stefan Sommer.
Bei Alexandra Stepcenko trifft geometrische Form in Schwarz/Weiß auf klare Formensprache der Leningrader Modelle.
Aleftina Karasyova überträgt Funktionalität und Alltagstauglichkeit auf ihr Design, inspiriert von maritimen Elementen.

Die Bilder der Ausstellung feiern aber im Besonderen auch das Mannequin, das Model. Ein Kleid zum Leben zu erwecken durch die Formen und den Gang eines Menschen ist nicht nur ein Fest für das Auge. Im besten Fall werden wir sehnsuchtsvoll berührt, wenn Designer, Mannequin, Fotograf ihr Handwerk verstehen.
Ewgenija Hartleben-Kurakina weiß wovon sie spricht, wenn sie sagt:
"Mannequin sein zu dürfen, das ist Schicksal von Geburt. Jeder kann mit ein bisschen Anstrengung lernen, wie ein Mannequin zu laufen, doch nicht jedem ist es in die Wiege gelegt, die Magie auf den Laufsteg zu zaubern."
Und so lernen wir in dieser Ausstellung neben Ewgenija auch andere Mannequin-Persönlichkeiten kennen, fern von vereinheitlichten Model-Maßstäben, gebunden an Körpermaße und Perfektion.

Wer mehr darüber lesen möchte, den verweise ich auf eine Buch-Neuerscheinung des KLAK Verlags Berlin im Frühjahr 2015, in dem Ewgenija Hartleben-Kurakina über Mode und Mannequins in Leningrad, eben über Couture auf sowjetisch, schreibt.

Überlassen wir uns der Magie der Mode und suchen wir nach der Poesie in dieser Ausstellung, in der Design, Bild, Mannequin zusammentreffen in der Hoffnung, jeder Besucher möge sein eigenes Stück Poesie im Vergangenen und im Gegenwärtigen finden…
Es lebe die Schönheit, es lebe die Mode!


Annette Hofmann