Es tut nicht weh von Aleksej Balabanow

30. März 2018

Alexej Balabanow, geboren am 25.02.1959 in der Industrie- und Universitätsstadt Swerdlowsk (heute: Jekaterinburg) am Uralgebirge, wird nach seinem Studium zum Englischübersetzer 1981 in die Armee eingezogen, in der er bei der Luftfracht, dann im Afghanistankrieg und später bei der Marine dient. Nach dem Wehrdienst geht er an die Filmhochschule und arbeitet als Regieassistent. 1985 dreht er seinen ersten eigenen Kurzfilm mit der Band „Nautilius Pompilius“ „Früher waren andere Zeiten“, ein Experimentalfilm, für den er die Gäste eines Swerdlowsker Restaurant kurzerhand zu Laiendarstellern erklärt. Balabanow thematisiert darin wie auch in vielen seiner weiteren Filme den sowjetischen Rock’n'Roll der 80er Jahre, den er als einen subkulturellen poetischen Widerstand mit elektrischen Gitarren versteht. 1990 absolviert er die Filmhochschule, zieht nach St. Petersburg.

Balabanows erste Spielfilme basieren auf literarischen Vorlagen: „Glückliche Zeiten“ auf Motiven von Samuel Beckett und „Das Schloss“ auf Franz Kafka, sehr freie Adaptionen, in denen die Darstellung des Absurden und klaustrophobischer Empfindungen im Vordergrund stehen. Mit seinem dritten Film „Bruder“ (1997), der von einem naiven, jungen Mann erzählt, der aus der Provinz nach St. Petersburg kommt und zum Auftragsmörder wird, erlangt Balabanow in Russland Kultstatus.

Balabanow überrascht in den folgenden Jahren mit seinem komischen Drama „Es tut nicht weh“.

Auszeichnungen:
2006 Filmfestival “Kinotavr”: „Die beste weibliche Hauptrolle“ (Renata Litwinowa), „Die beste männliche Hauptrolle“ (Aleksandr Jazenko).

Drehbuch: Aleksej Balababnow
Kamera: Sergej Astachow
Musik: Radim Samojlow
Produktion: Sergej Seljanow
Darsteller: Renata Litwinowa, Aleksandr Jazenko, Alena Barkowa, Dmitrij Djuzhew, Nikita Michalkow, Inga Oboldina, Sergej Makowezkij

Tata ist eine bildschöne Mätresse. Sie verführt Mischa und verschafft ihm und seinen Freunden Zugang zu reichen Kunden. Allerdings stößt die Affäre mit dem jungen Unternehmer Tatas Gönner auf, denn dieser ist besorgt, dass Tatas neuer Lebenswandel den Verlauf ihrer Krebserkrankung, die sie vor Mischa geheim hält, beschleunigt.”Es tut nicht weh” ist wohl der einzige Film Balabanows, in dem keine schlechten Menschen vorkommen – ein Märchen ohne Bösewichter.

Datum und Zeit: 30. März um 18.30 Uhr

Der Film (104 Min.) in russischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Tickets sind an der Kasse RHWK täglich von 10 bis 19 Uhr erhältlich.
Reservierung (0)30 20 30 23 20
E-Mail: ticketkasse@russisches-haus.de

Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
Tel.: 030/20 30 22 52
Fax: 030/204 40 58
E-Mail: info@russisches-haus.de
Ticketkasse
Tel.: 030/20 30 23 20
Täglich von 10 bis 19 Uhrв
E-Mail: ticketkasse@russisches-haus.de
Sprachzentrum(Büro)
Montag - Freitag - 10.00 - 17.00 Uhr
Mittagspause - 13.00 - 14.00 Uhr
Tel.: 030/20 30 22 47
E-Mail: russisch@russisches-haus.de
Russische Sprache und Bildung
Bibliothek
Dienstag- Freitag - 10.00 - 17.00 Uhr
Mittagspause - 13.00 - 14.00 Uhr
E-Mail: bibliothek@russisches-haus.de